Frankreich zieht sich nach Zwischenfall mit der Türkei aus NATO-Einsatz zurück


Ein französisches Kriegsschiff war Mitte Juni von Feuerleitradars türkischer Schiffe angestrahlt worden, die einen verdächtigen Frachter nach Libyen eskortierten – ein ziemlich unfreundlicher Akt.

Die Presse

Die „Courbet“ wurde von den Türken ins Radarvisier genommen Marine Nationale/seaforces.org

Nach einem heiklen Zwischenfall mit türkischen Kriegsschiffen im Mittelmeer zieht sich Frankreich vorübergehend aus dem NATO-Seeüberwachungseinsatz „Sea Guardian“ zurück. Ein entsprechender Brief sei an NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gegangen, verlautete am Mittwoch aus Kreisen des französischen Militärs in Paris.

Bei dem Zwischenfall Mitte Juni hatten nach Angaben aus Paris drei türkische Kriegsschiffe, die ein verdächtiges Handelsschiff mit Ziel Libyen eskortierten, mehrfach die Feuerleitradars auf die französische Fregatte „Courbet“ gerichtet. Da so etwas in der Regel geschieht, um Zieldaten für den kurz bevorstehenden Gebrauch von Waffen zu liefern, war dies von Frankreich als „extrem aggressiv“ gewertet und beim jüngsten NATO-Verteidigungsministertreffen angesprochen worden.

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