Europa: Boom bei der Waldrodung


Abholzungs-Schub: In Europa hat die Waldrodung ab dem Jahr 2016 deutlich zugenommen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die abgeholzten Waldflächen um 43 Prozent gewachsen, wie nun eine „Nature“-Studie enthüllt. Dabei sind Waldverluste durch Brände und Stürme noch nicht mit eingerechnet. Die Forscher führen diesen Trend auf die gestiegene Nachfrage nach Holz zurück, können aber auch Zwangsrodungen wegen Schädlingen oder Dürre nicht ausschließen.

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Die Waldrodung in Europa hat seit 2016 zugenommen, wie eine Studie enthüllt. Warum, ist aber noch strittig. © Guasor/ iStock

Wälder sind wichtige Senken im Klimasystem, weil die Bäume durch die Photosynthese große Mengen an CO2 aufnehmen und in ihren Geweben binden. Waldschutz und Aufforstung gelten daher als wichtiger Teil der Klimaschutzbemühungen. Einige Forscher errechneten sogar, dass eine gezielte weltweite Aufforstung bis zu zwei Drittel der anthropogenen CO2-Emissionen ausgleichen könnte. In Europa, das zu gut einem Drittel mit Wald bedeckt ist, schlucken die Wälder immerhin rund zehn Prozent des EU-Treibhausgas-Ausstoßes.

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