Rolle von Gottesdienst für Corona bei Tönnies nicht mehr zu klären?


Beim Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies infizierten sich über 1.500 Mitarbeiter. Hatte ein Gottesdienst daran (Mit-)Schuld? Zu entsprechenden Vermutungen äußerten sich nun noch einmal die Behörden.

katholisch.de

Der Zusammenhang zwischen dem Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies und einem Gottesdienst im Mai lässt sich nach Behördenangaben nicht mehr eindeutig klären. „Wir wissen schlichtweg nicht, ob der Gottesdienst der Auslöser des Geschehens war oder nur ein Faktor“, sagte ein Sprecher des Kreises Gütersloh am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Es ist kein abschließendes Urteil möglich.“

In der vergangenen Woche hatte der Kreis bestätigt, dass mehrere Infizierte, die einen direkten Bezug zum Unternehmen Tönnies haben, am 17. Mai einen Gottesdienst in Herzebrock-Clarholz besuchten. Ob diese Gläubigen das Virus in den Schlachthof gebracht haben, blieb jedoch offen. Eine genaue Ursache für den Eintrag des Coronavirus in die Firma Tönnies lasse sich nicht exakt und zweifelsfrei benennen, betonte der Kreis weiter. Die Gemeinde habe ein sehr großes Einzugsgebiet und es sei nicht klar, von welchem Patienten die Ausbreitung der Krankheit ihren Ausgang genommen habe.

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