Die Pinguine hatten riesige „Doppelgänger“ auf der Nordhalbkugel


Größer als ein Mensch, waren die Plotopteriden die Könige der nordpazifischen Küsten

DERSTANDARD

Als wollten sie eine Szene aus „Fear the Walking Dead“ nachstellen, kommt eine Gruppe Plotopteriden aus dem Meer geschlurft. Gejagt haben die räuberischen Riesenvögel aber nur im Wasser. Illustration: Mark Witton

In den knapp 66 Millionen Jahren seit dem Einschlag des Dino-Killers haben sich die Pinguine über weite Teile der südlichen Hemisphäre ausgebreitet. Bis zum Äquator haben sie es geschafft, die Nordhalbkugel hingegen konnten sie nie kolonisieren. Dort hat die Evolution dafür Vergleichbares hervorgebracht – allen voran eine wenig bekannte Vogelgruppe, die ein internationales Forscherteam nun im „Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research“ als „Doppelgänger“ der Pinguine vorgestellt hat: die Plotopteriden.

Auge in Auge mit einem Vogel

Auf einige Entfernung hätte man sie leicht mit den Frackträgern aus dem Süden verwechseln können, sagt Paul Scofield vom Canterbury-Museum in Neuseeland: „Sie sahen wie Pinguine aus, schwammen wie Pinguine und fraßen vermutlich auch wie Pinguine.“ Oder genauer gesagt: wie Riesenpinguine. Mit maximal 130 Zentimeter Höhe ist der Kaiserpinguin heute der größte Vertreter dieser Vogelgruppe. In der Vergangenheit gab es mit Spezies wie Anthropornis oder Kumimanu aber auch Pinguine, die einem erwachsenen Menschen Auge in Auge gegenübertreten hätten können.

weiterlesen