EU-Datenschützer warnt vor unüberlegtem Einsatz von Microsoft-Produkten


Der EU-Datenschutzbeauftragte Wiewiórowski ist nicht zufrieden mit den überarbeiteten Microsoft-Vertragsklauseln für Großkunden und rät zu Alternativen.

Stefan Krempl | heise online

(Bild: mixmagic/Shutterstock.com)

Fast ein Jahr lang hat die Europäische Datenschutzbehörde Verträge der EU-Gremien mit Microsoft daraufhin geprüft, ob beim Einsatz von Produkten des Softwaregiganten die Privatsphäre der Anwender ausreichend geschützt wird. Das Urteil, das der EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski in seinem am Donnerstag vorgelegten Abschlussbericht fällt, ist für den Konzern wenig erbaulich: Am besten sollten sich Nutzer in der Verwaltung demzufolge nach Alternativen umschauen, die „höhere Datenschutzstandards erlauben“.

Schon bei einem Zwischenfazit im Herbst hatte Wiewiórowski „schwere Bedenken“, dass sich Microsoft mit seinen Klauseln und Verarbeitungsregeln an die europäischen Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hält. Nun listen er und sein Team detailliert auf, welch zahlreiche Schwierigkeiten sie mit den Vertragsbedingungen aus Redmond sehen. Sie empfehlen Organisationen, nicht mit einer datenverarbeitenden Stelle zusammenzuarbeiten, die unwillig sei, ausreichende technische und organisatorische Schutzmechanismen zu implementieren und das EU-Recht zu beachten.

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