Zahl islamistischer Gefährder in Deutschland sinkt


Nach der militärischen Niederlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geht die Zahl der registrierten islamistischen Gefährder hierzulande weiter zurück. Mehr als 100 von ihnen sitzen im Gefängnis in der Bundesrepublik.

Ibrahim Naber | WELT

Manche islamistischen Gefährder müssen nach ihrer Haft Fußfessel tragen Quelle: dpa-infocom GmbH

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Anfang Juli rund zehn Prozent weniger islamistische Gefährder registriert als noch vor einem Jahr. Nach Informationen von WELT AM SONNTAG gibt es bundesweit noch 630 islamistische Gefährder, hinzu kommen 510 sogenannte relevante Personen. Im Juli 2019 hatte das BKA noch 702 islamistische Gefährder gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von etwa zehn Prozent zum Jahr

110 der islamistischen Gefährder sind aktuell in Deutschland inhaftiert, teilte das BKA auf Anfrage mit. 50 weitere befänden sich im Ausland in Gewahrsam oder in Haft. Etwa jeder dritte inhaftierte islamistische Gefährder – insgesamt 38 Personen – sitzt in nordrhein-westfälischen Gefängnissen. In dem Bundesland sind seit Jahresbeginn bislang neun Gefährder aus Haftanstalten entlassen worden, teilte das Innenministerium in NRW mit.

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