Amazon, Huawei, Palantir: Warnung vor Überwachungs-Outsourcing bei der Polizei


Sicherheitsbehörden kooperieren häufig mit privaten Akteuren, um Bürger auszuspionieren, moniert Privacy International. Dies verschlimmere Grundrechtseingriffe.

Stefan Krempl | heise online

(Bild: pixinoo / Shutterstock.com)

Das zunehmende Outsourcing von Überwachung durch Polizei und Geheimdienste an Firmen wie Amazon, Clearview AI, Huawei oder Palantir „verschärft bereits unnötige staatliche Eingriffe in unser alltägliches Leben und untergräbt unsere Grundrechte“. Davor warnt Privacy International (PI) in einem jetzt veröffentlichen Online-Dossier. Die angeheuerten Hilfssheriffs profitierten davon doppelt, da sie mehr Möglichkeiten erhielten, Geschäfte mit den von ihnen dabei erhobenen Daten der Bürger zu machen.

Schlimm genug sei es, dass die globale Überwachungsindustrie schon seit Jahren vom Verkauf umstrittener Werkzeuge wie Staatstrojaner an Regierungen weltweit profitiere, schreibt die britische Bürgerrechtsorganisation. Zu den Kunden zählt auch das Bundeskriminalamt (BKA). Dazu gekommen sei nun eine neue Sorte von Unternehmen vor allem in den USA und China, die aktiv mit staatlichen Stellen kooperierten und ihre Produkte und Dienste in ausgefeilte Überwachungswerkzeuge verwandelten.

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