Die Erfindung des Giftzahns


Schlangenbisse sind wegen ihrer toxischen Wirkung gefürchtet. Brasilianische Forscher fanden jetzt heraus, dass auch Amphibien die Anlagen dazu haben.

Patrick Eickemeier | DER TAGESSPIEGEL

Die Zähne an Ober- und Unterkiefer dieser Ringelwühle sind mit Drüsen verbunden, die Gift produzieren könnten.Foto: Carlos Jared

Sie sind nicht blind und nur einige der Arten der Blindwühlen leben unterirdisch. Alternativ werden sie als Schleichenlurche bezeichnet, was der zoologischen Zuordnung der in tropischen Gebieten lebenden Tiere eher gerecht wird. Die arm- und beinlosen Tiere sind Amphibien. Nun haben Forscher aber anatomische Strukturen bei ihnen gefunden, die man bislang nur von Reptilien kannte.

Die Giftzähne von Schlangen sind in ihrer Grundstruktur bereits bei den Schleichenlurchen angelegt, haben Forscher um Carlos Jared vom brasilianischen Butantan Institute in São Paulo entdeckt. „Schleichenlurche gehören zu den am wenigsten erforschten Wirbeltieren, ihre Biologie ist eine Wundertüte voller Überraschungen“, sagt der Biologe.

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