Irans Hardliner wollen Präsident Rohani wegen «Volksverrats» einbestellen


Wegen «Volksverrats» wollen die Hardliner im iranischen Parlament Präsident Hassan Rohani einbestellen. «Rohani sowie sein Aussenminister (Mohammed Jawad) Sarif haben Volksverrat begangen und müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden», sagte der Abgeordnete Mohammed-Taghi Nagh-Ali am Sonntag im Parlament.

Neue Zürcher Zeitung

Ihre Politik habe zu der derzeitigen Wirtschaftskrise geführt, die für Menschen kaum noch zumutbar sei. «Die rhetorischen Ausreden Rohanis sind nicht mehr akzeptabel, ihm zuzuhören, ist zwecklos, lasst uns ihn daher einbestellen», sagte der Abgeordnete laut Nachrichtenagentur Ilna.

Schon nach ihrem Sieg bei der Parlamentswahl Ende Februar war voraussehbar, dass das Ziel der Hardliner und Erzkonservativen der Sturz Rohanis und der Reformer sein wird. Ihrer Meinung nach hat Rohani mit seiner prowestlichen Politik und insbesondere dem Wiener Atomabkommen von 2015 die Islamische Republik von ihren ideologischen Zielen entfernt.

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