Von der Polizei erschossener Hussam Fadl: Verjährung befürchtet

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

2016 wurde Hussam Fadl bei einem Polizeieinsatz in Berlin erschossen. 150 Menschen protestierten am Samstag für umfassende Aufklärung.

Darius Ossami | taz

Hussam Fadl, Halim Dener, Sliemann Hamade: Die Liste der Opfer von Polizeigewalt ist lang Foto: Jan Huebner/imago

„Diese Geschichte wird mich nie verlassen“, sagt Zaman Gate am Rand einer Kundgebung am Platz der Luftbrücke. Unter dem Motto „Gerechtigkeit für Hussam Fadl“ haben sich hier am Samstag rund 150 Demonstrant*innen versammelt. Gate ist Hussam Fadls Witwe. Der Iraker wurde 2016 von der Berliner Polizei erschossen. Seitdem fordert eine Kampagne die Aufklärung der Umstände seiner Erschießung. „Ich werde immer darum kämpfen, Gerechtigkeit für meinen Mann zu bekommen“, sagt Gate. „Ich hoffe, dass die Polizist*innen bestraft werden.“

Am 27. September 2016 wurde die Polizei in die Moabiter Kruppstraße gerufen. Ein Bewohner der Geflüchtetenunterkunft soll ein kleines Mädchen sexuell missbraucht haben, war von Bewohner*innen gestellt und dem Sicherheitsdienst übergeben worden, der die Polizei rief. Diese hatte den Verdächtigen bereits in den Streifenwagen gebracht, als der Vater des Mädchens, Hussam Fadl, aufgebracht auftauchte.

weiterlesen