Feinstaub geht tief ins Herz


Folgenreiche Luftverschmutzung: Verkehrsbedingter Feinstaub kann bis tief ins Herz gelangen und dort die Mitochondrien der Herzzellen schädigen – die „Kraftwerke“ der Zellen. Das belegt eine Studie aus Mexico City. Dort wiesen die Forscher metallische Nanopartikel aus der verschmutzten Luft in den Herzzellen selbst eines Kleinkinds nach. Die eisenreichen Partikel hatten bereits zu Deformierungen und Schäden der Mitochondrien geführt.

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Feinstaub aus Verkehr und Industrie kann bis in Herz vordringen und dort die Mitochondrien schädigen. © ssuaphoto/ iStock

Aus Auspuffabgasen, aber auch durch Reifen- und Bremsabrieb setzt der Verkehr ständig größere Mengen an Feinstaub frei. Diese wenige Nano- bis Mikrometer kleinen Partikel könne beim Einatmen tief in die Lunge gelangen und gelten als Risikofaktor für Asthma, COPD, Lungenkrebs, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wissenschaftler haben Nanopartikel aus Feinstaub zudem schon in der Plazenta und sogar im Gehirn von Menschen aus stark belasteten Wohngebieten nachgewiesen.

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