Gericht bestätigt Haftstrafe und Berufsverbot gegen Apotheker


Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung eines ehemaligen Apothekers aus Bottrop wegen der Herstellung von gestreckten Krebsmedikamenten bestätigt. Der 4. Strafsenat habe lediglich den Einziehungsbetrag von 17 Millionen Euro auf 13,6 Millionen Euro herabgesetzt, teilte der Bundesgerichtshof am Dienstag in Karlsruhe mit. (AZ: 4 StR 503/19)

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Das Landgericht Essen hatte den früheren Apotheker im Juli 2018 wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und Betrugs zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt und ein lebenslanges Berufsverbot gegen ihn erlassen. (AZ: 56 KLs 11/17, 305 Js 330/16)

Das Urteil des Landgerichts ist nun rechtskräftig. Den Einziehungsbetrag muss der Verurteilte – soweit möglich – wegen des Abrechnungsbetruges zahlen.

Der Mann hatte als selbstständiger Apotheker patientenindividuelle Arzneimittelzubereitungen für die Krebstherapie hergestellt und an onkologische Arztpraxen sowie Krankenhäuser geliefert.

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