Kirchenvertreter über die hohe Zahl von Austritten: Sorge und Bedauern


Die hohe Zahl von Austritten sorgt bei Vertretern der beiden großen Kirchen weiter für Sorge. Laut der jüngsten Zahlen sind in den beiden großen Kirchen jeweils etwa 270 Tausend Menschen aus der Kirche ausgetreten.

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„Ich bedaure jeden Austritt“, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, am Sonntag in einem Interview der Katholischen nachrichten-Agentur (KNA). Dies tue er auch deswegen, „weil inzwischen Leute die Kirche verlassen, die lange Jahre zu ihr gehört haben, aber ihr jetzt den Rücken kehren, weil sie über Reformstau und Anderes verärgert sind und weil sie der Kirche nicht mehr vertrauen.“

„Wir dürfen nicht warten“

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach sich in der „Bild am Sonntag“ für eine umfassende Untersuchung der Austritte aus. Zugleich müssten die Kirchen sich noch offener zeigen. „Wir dürfen nicht warten, bis die Menschen in unsere Kirchen oder Gemeindehäuser kommen. Wir müssen raus, dahin, wo sich der Alltag der Menschen abspielt“, so Bedford-Strohm.

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