RBB-Interview mit Andreas Kalbitz: Lauschig nett


In seiner Sommerreihe „Politik am See“ hat der RBB den AfD-Landeschef Andreas Kalbitz interviewt – und dem Rechtextremisten eine Bühne gegeben.

Erica Zingher | taz

Lauschig hatten sie es da, Brandenburgs AfD-Landesvorsitzender Andreas Kalbitz und die Journalistin Stephanie Teistler. Kalbitz war zum rbb-Sommerinterview geladen worden, „Politik am See“ heißt die Reihe und gesprochen wird da mit „Spitzenpolitikern aller Parteien im Brandenburger Landtag“, wie der rbb erklärt. Am vergangenen Sonntag wurde das Gespräch mit Kalbitz im Fernsehen ausgestrahlt. Bisher zu Gast war Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Wer mit allen Parteien spricht, muss auch die AfD zu Wort kommen lassen, so argumentiert der rbb. Gut, kann man da sagen, mit AfD-Vertreter:innen reden, ja, wenn es denn sein muss. Es macht jedoch einen Unterschied, ob man einen AfD-Politiker in den „Tagesthemen“ knallhart interviewt, kritisch nachhakt, Aussagen nicht unkommentiert dastehen lässt. Oder aber ob man einem ausgewiesenen Rechtsextremisten wie Andreas Kalbitz eine Bühne bietet, um sich als zugänglicher Typ und Opfer des Verfassungsschutzes zu inszenieren.

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