Austria: Ordensfrauen kritisieren Öffnung von Bordellen in Corona-Pandemie


In Deutschland sind die Bordelle noch geschlossen, in Österreich können sie seit Monatsanfang wieder öffnen. Ordensfrauen haben diese Lockerung inmitten der Corona-Pandemie nun kritisiert.

katholisch.de

Das Ordensfrauen-Netzwerk Solwodi hat die Öffnung von Bordellen in der Corona-Pandemie kritisiert. „Überall wird auf Abstand gesetzt, Schulen werden geschlossen und im Bordell scheint das keine Rolle zu spielen“, sagte Schwester Maria Schlackl vom österreichischen Solwodi-Verein am Montag in Wien. „Der Kunde als Freier ist oft genug Partner, Familienvater, Arbeitskollege und kann somit auch das Infektionsrisiko in seinem Umfeld erhöhen“, mahnte Schlackl, die dem Orden der Salvatorianerinnen angehört. Kaum jemand würde seinen Namen und seine Adresse bei einer Prostituierten hinterlassen, was die Rückverfolgung einer Ansteckung unmöglich mache.  

In Österreich dürfen Bordelle seit dem 1. Juli wieder öffnen. Die Sexarbeit ist allerdings nur mit einer Maske erlaubt. In Deutschland müssen Bordelle wegen der Corona-Krise weiterhin geschlossen bleiben. Einzelne Bundesländer prüfen jedoch mögliche Lockerungen.

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