Repression gegen Cannbispatienten: Polizei verprügelt Kranken

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Matthias K. ist Schmerzpatient und auf dem Weg, sich medizinisches Cannabis zu kaufen. Am Hamburger Hauptbahnhof werfen ihn Polizist*innen zu Boden.

Katharina Schipkowski | taz

Legal kiffen klingt gut, ist aber in der Praxis mit vielen Hürden verbunden. Foto: dpa

Für Schmerzpatient*innen, die sich mit Cannabis behandeln, ist es normal, Wege und Widrigkeiten auf sich zu nehmen, um an ihre Medikamente zu kommen. Selbst Gerichtsverfahren gehören dazu – in der Regel aber keine, in denen sie selbst angeklagt werden. Bei Matthias K. ist das anders. Er musste sich am Dienstag wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamt*innen und Körperverletzung vor dem Amtsgericht St. Georg in Hamburg verantworten.

Seit 2017 können Ärzt*innen Betäubungsmittelrezepte für Cannabis ausstellen, die Krankenkassen müssen dann dafür bezahlen. In der Praxis funktioniert das aber nicht gut, viele Patient*innen müssen ihren Anspruch gegenüber den Krankenkassen vor Gericht einklagen, Ärzt*innen verschreiben das Medikament oft nur ungern, viele Apotheken haben es nicht vorrätig.

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