Wie die evangelische Kirche gegen Austritte vorgehen will: Kirchensteuer zeitweise aussetzen?


Die evangelische Kirche verliert immer mehr Mitglieder. Deswegen wird schon länger über andere Formen der Kirchenmitgliedschaft nachgedacht. Jüngere Menschen könnten etwa eine Zeit lang von der Kirchensteuer befreit werden.

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Was macht die Kirche mit den Kirchensteuern? © Grzegorz Zdziarski (shutterstock)

Volksparteien, Gewerkschaften und Volkskirchen – sie haben eines gemeinsam: Seit Jahren schrumpfen ihre Mitgliederzahlen. Scheinbar unaufhaltsam. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und befürchteter Kirchensteuerrückgänge denkt die evangelische Kirche über ihre Zukunft nach.

Sie will noch in diesem Jahr über ein Zukunftspapier beraten, das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Es enthält Vorschläge dazu, wie man die Zugehörigkeit zur Kirche flexibler gestalten kann, zum Beispiel mit der Möglichkeit, die Kirchensteuer eine zeitlang auszusetzen. Menschen, so die Vermutung, treten vor allem aus finanziellen Gründen aus der Kirche aus und weil die Kirche keine Relevanz für ihr Leben hat. Dabei stellen sich zwei Fragen: Wie erreicht man die Menschen in der Gesellschaft, die der Kirche gegenüber aufgeschlossen sind? Und wie bleibt man attraktiv für diejenigen, die noch in der Kirche sind? Für die einen will man „neue Formen der Zugehörigkeit“ entwickeln, die anderen unter Umständen in bestimmten Lebensphasen bei der Kirchensteuer entlasten.

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