Niederlande: Bande bereitete in Containern ein Gefängnis mit Folterkammer vor


Die Kriminellen gingen hochprofessionell vor und wollten offenbar Menschen verschleppen und foltern

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Zahnarztstuhl zum Foltern. Bilder aus dem Polizeivideo

Die niederländische Polizei veröffentlichte ein Video von einer einer gruseligen Entdeckung, die eher aus einem fiktiven Thriller kommen sollte als aus der Wirklichkeit mitten in Europa. Eine Bande hatte in dem Dorf Wouwse Plantage in einer Lagerhalle sechs schall- und wärmeisolierte Schiffscontainer mit Handschellen an Decke und Boden und jeweils einem chemischen Klo für ein Gefängnis. Ein weiterer Container war als Folterzelle hergerichtet. Dieser Container enthielt einen Zahnarztstuhl sowie Foltergeräte wie Zangen, Sägen und Skalpellen, Handschellen und Baumwolltaschen, die man über den Kopf ziehen kann. Nach Angaben der Polizei waren die Container aber noch nicht benutzt worden.

Auf die Spur der Bande kam die Polizei, nachdem mit Europol und Eurojust die Verschlüsselung des mittlerweile geschlossenen Messengerdienstes EncroChat geknackt worden war, während sie auf der Spur eines Mannes aus Den Haag war, der einen der Container in dem Dorf nutzte. Die Polizei konnte über das Abhören der Gespräche erkennen, dass es um Foltermethoden und Entführungen ging: „Wenn ich ihn einmal auf dem Stuhl habe, werden wir mehr wissen.“ Ein Bild mit dem Zahnarztstuhl im Container brachte sie schließlich auf die Spur des Gefängnisses.

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