Popkulturelle Einflüsse auf US-Christen: Jesus und John Wayne


Donald Trump verkörpert ein bestimmtes Bild von Männlichkeit. Deshalb werde er von vielen weißen, evangelikalen Christen gewählt, so die Historikerin Kristin Kobes du Mez in ihrem neuen Buch „Jesus and John Wayne“. Popkultur und Kirchen beeinflussen sich.

Sinje Stadtlich | Deutschlandfunk

Gewalt und Sexismus. Für viele evangelikale Christen symbolisiert er das Bild des ‚starken Mannes‘ – John Wayne in „McLintock – Ein liebenswertes Raubein“ von 1963. (imago )

In konservativ-evangelikalen Kreisen in den USA ist die Gaither Vocal Band ausgesprochen populär. Kristin Kobes Du Mez verweist auf das Lied „Jesus and John Wayne“. Es beschreibt „eine Art Konflikt zwischen Jesus und John Wayne. In dem Lied geht es um einen Heranwachsenden: Seine Mutter repräsentiert die sanften und freundlichen Werte Jesu, und sein Vater ist eher der raue John Wayne-Typ,“ sagt Historikerin Kristin Kobes Du Mez.

Ihr neues Buch trägt denselben Titel wie der Song: „Jesus and John Wayne.“ Dieser Konflikt zwischen den Werten eines sanftmütigen Jesus und eines harten Cowboys sei ein typisches Thema in der evangelikalen Geschichte, so die Historikerin. „Viele Evangelikale heute sind aber gar nicht mehr zwischen diesen verschiedenen Werten hin- und hergerissen, weil sie das Christentum neu definiert haben. Sie definieren Jesus um und machen ihn zu einem Modell rauer Männlichkeit.“

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