Theologin: Christliche Antworten auf Corona sind nicht plausibel


Religiöse Bewältigungsstrategien reichen aus Sicht der Pastoraltheologin Christiane Bundschuh-Schramm nicht mehr aus, um die aktuelle Krise auszuhalten. Der christliche Glaube gebe Antworten, die den allermeisten nicht mehr plausibel erschienen.

katholisch.de

Nach Ansicht der katholischen Theologin Christiane Bundschuh-Schramm hilft der christliche Glaube kaum zur Bewältigung der Corona-Krise. Sie schreibt in einem Beitrag für die Zeitschrift „Publik-Forum“: „Meine These lautet, dass die religiösen Bewältigungsstrategien, die der christliche Glaube aktuell zur Verfügung stellt, nicht mehr ausreichen, um die Krise persönlich auszuhalten oder systemisch zu bewältigen.“ Das liege daran, dass der Glaube „theologische Antworten gibt, die keine mehr sind oder zumindest den allermeisten nicht mehr plausibel erscheinen“. Sie sprach von einem „gewaltigen grundlegenden theologischen Problem“.

Es sei beispielsweise „nicht glaubwürdig zu behaupten, dass im Himmel der Kampf gegen das Virus bereits gewonnen“ sei. „Die Glaubenshoffnung auf Auferstehung, individuell oder kollektiv, kann Wahrheit enthalten, aber nicht in einem wörtlich verstandenen Sinn. Es handelt sich um Mythologie“, meint die Pastoraltheologin.

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