57 katholische Priesterweihen – zweitniedrigster Wert


Nachdem im vergangenen Jahr in Deutschland der niedrigste Wert an katholischen Priesterweihen der Geschichte verzeichnet wurde, bleiben die Weihen laut einer Umfrage auch im aktuellen Jahr gering. ZdK-Präsident Thomas Sternberg ruft zum Handeln auf.

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Bild: ©KNA

Laut einer Umfrage der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag) bleibt die Zahl der katholischen Priesterweihen in Deutschland auch 2020 niedrig. Demnach gibt es insgesamt 57 Weihen in den 27 Bistümern bundesweit, wobei neue Ordenspriester nicht mitgezählt wurden. Das ist der zweitniedrigste Wert in der Geschichte nach nur 55 Weihen im Vorjahr. 2018 waren es 58 Weihen. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl damit um mehr als 60 Prozent gesunken; im Jahr 2000 gab es noch 154 Weihen.

Die Zahl der Priesterweihen in der katholischen Kirche in Deutschland hat sich seit Jahren auf einem niedrigen Niveau eingependelt: Mehr als 100 waren es letztmals 2007. Die Zahl der Neuaufnahmen in den Seminaren zeigt zugleich, dass es auch in den kommenden Jahren keine Trendwende geben dürfte. In den Jahren von 2001 bis 2010 lag die Zahl der Priesterweihen bundesweit zwischen 81 und 131, in den 1990er Jahren zwischen 139 und 295. Aber auch schon zwischen 1962 (557) und 1970 (303) war ein Rückgang zu beobachten.

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