Ministerien ringen um Lösung bei Debatte um Blei-Munition


Kurz vor einer EU-Abstimmung über ein Verbot von bleihaltiger Jagd-Munition in Feuchtgebieten ringen Agrarministerium und Umweltministerium um eine gemeinsame Linie.

Deutschlandfunk/Nachrichten

Ein Rothirsch auf einer Wiese (imago images / blickwinkel)

Agrarministerin Klöckner (CDU) schrieb an ihre Kabinettskollegin Schulze (SPD), das zur Debatte stehende pauschale Verbot werfe noch zu viele Fragen auf. Sie habe Sorge um den Tierschutz, da Studien nahelegten, dass der als Alternative zur Bleimunition gehandelte Stahlschrot den Tod der Tiere verzögere.

Die EU-Kommission lässt die Staaten derzeit schriftlich über ein Verbot von Bleischrot zur Jagd in Feuchtgebieten abstimmen. Bis Mittwoch müssen die Regierungen sich dazu äußern.

Die Grünen und Umweltverbände fordern von der Bundesregierung, das Verbot zu unterstützen. In der EU sterben jedes Jahr Hunderttausende Vögel an einer Bleivergiftung.

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