USA setzt eine Hinrichtung wegen Coronavirus aus


Die erste Todesstrafe auf Bundesebene seit 17 Jahren wird nicht wie geplant vollstreckt. Die Angehörigen der Opfer verwiesen auf das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus.

Die Presse

Daniel Lewis Lee hätte hingerichtet werden sollen (c) APA/AFP/Spokane Police Departmen

Die bevorstehende erste Hinrichtung in den USA auf Bundesebene seit 17 Jahren ist vorläufig ausgesetzt worden. Ein Gericht gab den Angehörigen der Opfer des wegen Mordes Verurteilten Daniel Lewis Lee am Freitag Recht, nachdem sie um einen Aufschub wegen der Coronakrise gebeten hatten. Lee und sein Komplize Chevie Kehoe, beide Anhänger der White Supremacy Ideologie, hatten 1996 einen Waffenhändler, dessen Frau und dessen achtjährige Stieftochter ausgeraubt und ermordet. 

Die Angehörigen der Opfer argumentierten, dass sie bei der Exekution anwesend sein wollten, dies aber wegen der Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus ein zu großes Risiko darstellte. In den vergangenen Monaten hatten es in US-Gefängnisses besonders viele Erkrankungen mit Covid-19 gegeben.

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