Afrikastämmige Gläubige zu Rassismus: „Gott sieht kein Schwarz“


Überwiegend afrikanischstämmige Besucher feiern Gottesdienste in der „Cathedral of Prayer“ in Berlin-Britz – mit einer christlichen Religion, die ihnen einst von den Kolonialherren aufgedrängt wurde. Wie empfinden sie die aktuelle Rassismus-Debatte?

rbb24

Bild: Godong/dpa/Pascal Deloche

Normalerweise werden in der freikirchlichen „Cathedral of Prayer“ in Berlin-Britz emotionale Predigten mit Tanz und Ekstase praktiziert. Nachdem die meist aus Afrika stammenden Gemeindemitglieder wegen der Corona-Einschränkungen zunächst nicht mehr kommen durften, können sie jetzt wieder Gottesdienste feiern, allerdings weitaus ruhiger: Gesungen wird nur von Solisten, eine Band begleitet sie.

Besucher haben überwiegend afrikanische Wurzeln

Feierlich ist es an diesem Sonntag trotzdem: Die Frauen kommen in schicken Kleidern oder traditioneller afrikanischer Tracht, die meisten Männer in Anzügen. Über 350 Gemeindemitglieder hat die International Christian Church, zu der auch die „Cathedral of Prayer“ gehört, die Wurzeln der Gläubigen liegen in Ghana, Nigeria, Togo, Kamerun, Elfenbeinküste, Uganda, Sambia, Südafrika, Simbabwe – und auch Deutsche kommen.

Der christliche Glaube, den die Gemeindemitglieder praktizieren, wurde einst von Missionaren ins Land der Vorfahren von einem Großteil der Gemeindemitglieder gebracht. Welche Rolle spielt das für die Gottesdienstbesucher?

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