CSU: Urteil soll lebenslang im Führungszeugnis bleiben – Kindesmissbrauch


Verurteilungen wegen Kindesmissbrauchs werden bisher nach zehn Jahren aus dem polizeilichen Führungszeugnis gelöscht. Das will die CSU im Bundestag jetzt ändern.

Süddeutsche Zeitung

Angeklagter in einem Fall von Kindesmissbrauch: Im Führungszeugnis soll das Urteil lebenslang stehen. Foto: dpa

Die CSU will erreichen, dass wegen Kindesmissbrauchs verurteilte Straftäter ihr ganzes Leben lang keinen beruflichen oder ehrenamtlichen Umgang mit Kindern mehr haben dürfen. Es müsse dafür gesorgt werden, dass ein solches Urteil „dauerhaft, lebenslang in das erweiterte Führungszeugnis eingetragen wird. Und nicht nur begrenzt auf zehn Jahre“, sagte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wer sich an den Schwächsten unserer Gesellschaft vergeht, der darf auch nie wieder beruflich oder ehrenamtlich Umgang mit Kindern haben.“

„Es ist gut, dass die Justizministerin ihren Widerstand aufgegeben hat, das Strafmaß bei Kindesmissbrauch deutlich zu verschärfen“, sagte Dobrindt. Es sei auch „richtig, dass wir endlich zu einer Einstufung als Verbrechen kommen und nicht mehr als Vergehen“.

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