Brustkrebs programmiert Killerzellen um


Fatale Manipulation: Normalerweise sind Killerzellen die schärfste Waffe unseres Immunsystems gegen Krebstumore und Metastasen. Doch jetzt enthüllt ein Experiment, dass diese Killerzellen bei längerem Kontakt mit den Tumoren umprogrammiert werden. Statt die Krebszellen zu töten, fördern die manipulierten Abwehrzellen dann sogar das Streuen des Tumors. Die gute Nachricht: Es gibt Antikörper und Medikamente, die dies verhindern.

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Der Kontakt mit Brustkrebszellen reicht aus, um Killerzellen des Immunsystems umzuprogrammieren – sie werden von Feinden zu Verbündeten. © NIH

Die natürlichen Killerzellen sind wichtige Akteure des angeborenen Immunsystems – und entscheidende Helfer gegen Krebs. Denn wenn sie eine entartete Zelle erkennen, geben sie Enzyme ab, die diese Zelle in den Selbstmord treiben. Dadurch schrumpfen Tumore, gleichzeitig werden auch die Krebszellen abgetötet, die sonst streuen und Metastasen bilden würden – so jedenfalls der Idealfall.

Doch in der Praxis sieht es leider meist anders aus: Allein an Brustkrebs erkranken jedes Jahr knapp 70.000 Frauen in Deutschland neu, bei einem Teil von ihnen kommt es zu Metastasen.

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