„Die Herrschaften haben Wichtigeres zu tun, als sich mit Einzelschicksalen zu beschäftigen“


Seit drei Wochen befindet sich die Familie Rejall aus Gütersloh in Corona-Quarantäne. Ein Testergebnis liegt immer noch nicht vor. Bettina Rejall schildert gegenüber Telepolis ihre Situation

Marcus Klöckner | TELEPOLIS

Bis heute liegt das Ergebnis über den Test des Vaters, der auf dem Tönnies-Grundstück gearbeitet hat, nicht vor. Bettina Rejall, ihr Mann André Rejall und ihr dreieinhalbjähriger Sohn wussten sich nicht mehr weiter zu helfen, haben den WDR kontaktiert, der über den Fall berichtet. Telepolis hat sich mit Kreis und Stadt in Verbindung gesetzt und nachgehakt. Der Kreis, der für die Quarantänemaßnahme verantwortlich ist, reagierte ziemlich gereizt (siehe Kommentar). Im Telepolis-Interview schildert Bettina Rejall ihre Situation.

Frau Rejall, Sie sind zusammen mit Ihrem Mann und Ihrem dreieinhalbjährigen Sohn seit über drei Wochen in Quarantäne. Warum so lange?

Bettina Rejall: Weil man versäumt hat, uns nach 2 Wochen erneut oder mich überhaupt zu testen.

Der Reihe nach. Ihr Mann hat sich auf dem Gelände der Firma Tönnies befunden. Warum war er dort? Und: Was geschah dann?

Bettina Rejall: Mein Mann ist auf dem Tönnies-Grundstück beschäftigt. Am 18.06. wurde bei ihm ein Abstrich genommen.

Wie wurde Ihnen gegenüber kommuniziert, dass Sie in Quarantäne müssen?

Bettina Rejall: Eine persönliche Mitteilung darüber gab es nie. Mein Mann bekam lediglich eine „Allgemeinverfügung zur Quarantäne“, gerichtet an alle auf dem Tönnies-Grundstück tätigen Personen.

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