Dodo Müller dilettiert zum Thema Klassenkampf und schwadroniert über die Gemeinschaft der Heiligen


Emeritierter Kurienkardinal: Indigene Theologie sagt, dass wir, unabhängig von der einmaligen Offenbarung Gottes in Christus, vom Denken oder von Mythen der Indigenen eine gesamte neue Welterschließung begründen könnten.

Lothar C. Rilinger | kath.net

Hinführung von Maike Hickson: In einem neuen Interview mit dem deutschen Buchautor Lothar Rilinger präsentiert Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, das Beziehungsgeflecht zwischen Kirche und Staat, Glaube und Politik. Wie er sagt, ist das regierende Prinzip das christliche Menschenbild, die katholische Soziallehre, der Glaube an Jesus Christus. Das Ziel der Geschichte ist die Gemeinschaft der Heiligen, nicht der Klassenkampf. Auf diesem Hintergrund diskutiert er hier Themen wie die Befreiungstheologie und die indigene Theologie.

In einleitenden Worten zum Interview sagt er: „Ich bin zum Beispiel nicht aus der Sicht des Manchesterkapitalismus oder des Faschismus gegen den Kommunismus im Sinne der Gegenideologie, sondern wegen des christlichen Menschenbildes und der katholischen Soziallehre.“

So diskutiert der deutsche Kardinal mit Herrn Rilinger auf eine kritische Weise auch bestimmte Bewegungen innerhalb der Kirche – wie die Befreiungstheologie und die indigene Theologie*. Dies tut er aber explizit nicht, um damit der anderen Seite – hier dem extremen Kapitalismus, der kein Interesse am Leid des Menschen hat – das Wort zu reden.

Einleitend erklärt Kardinal Müller das ursprüngliche Anliegen der Befreiungstheologie, bevor sie instrumentalisiert wurde: „Das ursprüngliche Anliegen der Befreiungstheologie war die Rede von der Liebe Gottes angesichts der Unterdrückung und des Leidens von Millionen. Meine weiterführenden, unterscheidenden oder warnenden Hinweise (auch da, wo die Befreiungstheologie in eine innerweltliche Heilslehre umgekippt ist oder missbraucht wird) will nicht den Ausbeutern und Supermilliardären der Forbesliste in die Hände spielen.“

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