Scheidender Militärbischof wirbt erneut für Dienstpflicht: Für den Zusammenhalt einer Gesellschaft


Der scheidende evangelische Militärbischof für die Bundeswehr, Sigurd Rink, hat erneut für eine allgemeine Dienstpflicht für Männer und Frauen geworben. Es brauche „solche integrierenden Momente“ für den Zusammenhalt einer Gesellschaft.

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So sagte er am Dienstag vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Dies gelte auch mit Blick auf rechtsextremistische Tendenzen in der Bundeswehr, besonders wenn es sich um „geschlossene Systeme“ wie das Kommandos Spezialkräfte (KSK) handele.

Blick auf die Militärethik

Weiter meinte Rink, die Militärethik müsse verstärkt in den Blick genommen werden. Besonders bei Auslandseinsätzen, bei denen sich Soldaten in ethischen Grenzfällen bewähren und möglicherweise andere Menschen verletzen oder töten müssten, müsse sich der Staat die Frage stellen, was er den von ihm beauftragten Männern und Frauen zumuten dürfe. Auch wenn bei solchen „robusten Einsätzen“ rechtlich alles in Ordnung sei, gebe es das noch zu wenig beachtete Problem der „moralischen Verletzung“ der Soldaten. Die Militärseelsorge habe in den vergangenen Jahren fast 3.000 Soldaten und Familienangehörige betreut, die an den Folgen ihrer Einsätze litten.

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