Sikh-Religion: Zehn Gurus und ein Gott


Vollbart und ein bunter Turban: Sikhs prägen das Indien-Bild vieler Menschen – obwohl sie auch dort eine Minderheit darstellen. Aber woran glauben die Sikhs? Und wie lebt es sich als Teil dieser Glaubensgemeinschaft in Deutschland?

Tim Baumann | Deutschlandfunk

Anhänger der Sikh-Religion (dpa / picture alliance / Kerim Okten)

Wer den Gurdwara der Sikhs im Kölner Stadtteil Buchforst betritt, einen Tempel, der steht einem prächtig dekorierten Altar gegenüber – wie ein kleiner Palast inmitten des Gebetsraums.

Daneben liegen etwa ein Dutzend Trommeln, die die Sikhs Dhadd nennen – im Rhythmus dieser Trommeln werden bei den Gottesdiensten lyrische Verse rezitiert. Heute aber bleiben sie stumm – nur wenige Gemeindemitglieder sitzen entlang der Wände und beten, die Gesänge kommen aus einem Lautsprecher.

„Es gibt nur einen Guru“

Früher war der Tempel eine Brotfabrik – geblieben sind davon nur die weiß gekachelten Innenwände, an denen heute Schilder mit religiösen Versen zu lesen sind. Sie wurden von den zehn Gurus der Sikh-Religion verfasst. Diese Gurus haben die monotheistische Religion vor rund 500 Jahren in Indien begründet.

weiterlesen