Synagogen-Gemeinde Köln entsetzt über blutrot gefärbten Brunnen: „Ein Akt grenzenloser Geschmacklosigkeit“


Die Synagogen-Gemeinde Köln hat entsetzt darauf reagiert, dass ein als Mahnmal aufgestellter Brunnen am Wochenende offenbar von radikalen Tierschützern rot eingefärbt wurde. Sie sehen darin eine Verhöhnung der Opfer des Holocausts.

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Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz. Bild: wikipedia/HOWIHorsch, Willy CC BY 3.0

„Diesen Brunnen mit roter Farbe als Symbol für Blut zu schänden ist ein Akt der grenzenlosen Geschmacklosigkeit und eine Verhöhnung der Opfer des Holocaust, insbesondere der Kinder und Jugendlichen sowie deren überlebenden Angehörigen“, erklärte der Vorstand der Synagogen-Gemeinde, dem auch der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, angehört.

Der „Löwenbrunnen“ auf dem Erich-Klibansky-Platz erinnert an die Deportation und Ermordung von 1.100 jüdischen Kindern in der NS-Zeit. Der Platz trägt den Namen des letzten Direktors des ehemaligen jüdischen Gymnasiums.

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