Der „totgesagte“ Papst


Das ist ungewöhnlich: Ein Kardinal schickt angeblich Post an alle 222 Kardinäle. Darin: ein Buch darüber, wie der nächste Papst sein sollte, verfasst von einem konservativen US-Autor. Ist das eine unzulässige Beeinflussung eines Konklaves, das noch gar nicht begonnen hat?

katholisch.de

Der New Yorker Kardinal Timothy Dolan ist mit dem angeblichen Versand eines Buches an die Kardinäle der Weltkirche in die Kritik geraten. Darin gehe es um die Frage nach den potenziellen Eigenschaften des nächsten Papstes, wie der National Catholic Reporter (Dienstag) berichtet. Der Versand des Buchs „The Next Pope“ des US-amerikanischen Autors George Weigel sei der „anscheinende Bruch mit der lange üblichen Praxis, dass sich die höchsten Kirchenleute mit öffentlicher Einflussnahme für mögliche Papst-Kandidaten zurückhalten“. Weigel gilt als Kritiker der Amtsführung von Papst Franziskus.

Das Buch sei mit einer Nachricht Dolans auf offiziellem Briefpapier versandt worden, in der er das Buch als „wichtige Reflexion über die Zukunft der Kirche“ bezeichnete, so NCR. Die Sendung sei wohl an alle 222 Kardinäle gegangen. Auf Anfrage von katholisch.de teilte das Erzbistum Köln, Diözese von Kardinal Rainer Maria Woelki, jedoch mit, dass dort von dem Buch und dem Vorgang bislang nichts bekannt sei.

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