Zentralrat der Muslime stellt sich hinter Mitgliedsorganisation Atib


Der Zentralrat der Muslime (ZMD) stellt sich hinter den in der Kritik stehenden Verband Atib („Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa“). „Der ZMD begrüßt nach ersten Gesprächen mit dem Atib-Vorstand, dass dieser einen unabhängigen Wissenschaftler einzusetzen bereit ist“, teilte der Zentralrat dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch mit.

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Dieser solle nun untersuchen und aufarbeiten, inwiefern die Behauptungen einer Verbindung zu den sogenannten Grauen Wölfen und weiteren rechtsextremen Kreisen zutreffend seien. Der Zentralrat bemühe sich zudem um einen Termin beim Bundesamt für Verfassungsschutz, „um rechtlich einwandfreie Wege zu erörtern, diesen Eintrag zu revidieren“.

Nach der Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichts 2019 gab es aus der Unionsfraktion und von den Linken Kritik an der Zusammenarbeit der Politik mit dem Zentralrat der Muslime. Im aktuellen Bericht rechnet das Bundesamt für Verfassungsschutz erstmals den Verband Atib den türkischen Rechtsextremisten der „Grauen Wölfe“ zu. Atib ist Gründungsmitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland.

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