Facebook schickt Daten von Nutzern aus der EU in die USA. Diesen Datentransfer hat der Europäische Gerichtshof jetzt quasi unmöglich gemacht – zum Schutz der europäischen Grundrechte.
Michael-Matthias Nordhardt | tagesschau.de
Die USA bieten für personenbezogene Daten von EU-Bürgern keinen angemessenen Schutz. Das Abkommen „Privacy Shield“, das den Datentransfer in die USA bislang erlaubt, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) für ungültig erklärt. Unternehmen dürfen Personendaten von Europäern nur noch in Länder außerhalb der EU senden, wenn dort das Datenschutzniveau verglichen mit Europa „der Sache nach gleichwertig“ ist. Wenn sie das nicht garantieren können, müssen sie den Transfer stoppen.
Worum geht es in dem Fall?
Wer als EU-Bürger Facebook nutzt, schließt einen Vertrag mit der europäischen Tochter des US-Konzerns: der Facebook Ireland Ltd. Die personenbezogenen Daten der Nutzer werden dann zunächst bei Facebook in Irland gespeichert. Von dort werden sie in die USA exportiert und auf US-Servern gespeichert.