Strahlende Relikte: Eine neue Karte zeigt die radioaktive Belastung der europäischen Böden genauer als je zuvor. Hotspots der Belastung sind damit ebenso zu erkennen wie kaum kontaminierte Stellen. Aus den Werten für radioaktives Cäsium und Plutonium lässt sich zudem erstmals ablesen, aus welchen Quellen diese Radionuklide stammen – ob aus dem Fallout der früheren Atomwaffentests oder vom Atomunfall von Tschernobyl.

Auch wenn die Atomwaffentests der Nachkriegszeit schon mehr als 50 Jahre her sind, ihr über die ganze Welt verteilter Fallout strahlt bis heute. Selbst die Tiefen des Marianengrabens sind kontaminiert. Und auch der Atomunfall von Tschernobyl im April 1986 hat bis heute seine Spuren hinterlassen. Die bei der Explosion freigesetzten Radionuklide kontaminierten nicht nur die Region rund um das Atomkraftwerk, sondern wurden vom Wind bis nach Nordeuropa getragen.