Missbrauchsopfer wenden sich an Deutsche Bischofskonferenz: Geringere Entschädigung wegen Corona?


Betroffene von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche haben sich in einem Offenen Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, gewandt. Schon jetzt gebe es aufgrund der Pandemie Haushaltssperren in einigen Bistümern.

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In dem Schreiben äußern sie die Befürchtung, dass sich eventuelle Entschädigungs- oder Anerkennungszahlungen aufgrund der Corona-Krise verzögern oder dass diese ganz ausfallen könnten. „Müssen wir als Betroffene damit rechnen, dass eine Weiterentwicklung der Anerkennung dem Rotstift zum Opfer fällt?“, fragen sie in dem am Donnerstag in Weilerswist veröffentlichten Schreiben mehrerer Verbände und Initiativen.

Schwere Vorwürfe gegen Bischöfe

Die Unterzeichner warnen zudem vor Verzögerungen. Denn etliche von ihnen seien inzwischen alt und krank. Es sei möglich, dass „der immer wieder herausgeschobene Zeitpunkt einer möglichen Antragsstellung“ für viele zu spät komme. „Uns scheint es zunehmend so, als wollten Bischöfe auf Zeit spielen und als sei ihnen das Schicksal der Betroffenen gleichgültig“, heißt es in dem Brief. Er ist von fast 50 Mitgliedern aus Betroffeneninitiativen aus ganz Deutschland unterzeichnet.

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