MIT betreibt Handel mit IS-Frauen


Nach Angaben einer Quelle aus den Sicherheitskräften im Autonomiegebiet Nordostsyrien entführt der türkische Geheimdienst MIT IS-Frauen aus Internierungslagern, um sie ihren Familien zu verkaufen.

BERITAN SARYA | ANF News

Mit der am Freitag von der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı (AA) veröffentlichten Meldung über die „Befreiung aus den Händen der YPG/PKK“ einer aus Moldawien stammenden Frau und ihrer vier Kinder hat die Türkei offen zugegeben, dass ihr Nachrichtendienst MIT IS-Mitglieder aus dem Camp Hol in Nordostsyrien holt.

Den Sicherheitskräften im Autonomiegebiet Nord- und Ostsyrien sind diese MIT-Aktivitäten seit langer Zeit bekannt. Mehrere diesbezügliche Operationen des MIT konnten verhindert werden. Eine vertrauenswürdige Quelle aus den Sicherheitskräften hat sich gegenüber ANF zum Hintergrund der Entführung von weiblichen IS-Mitgliedern aus Camp Hol geäußert:

„Wir haben vor einer Weile festgestellt, dass eine Gruppe innerhalb des MIT IS-Frauen aus Hol und anderen Lagern holen will. Wir haben dazu Untersuchungen angestellt und einige Mittelsmänner und IS-Frauen festgenommen. Unsere Recherchen haben ergeben, dass diese Gruppe des MIT Kontakt mit den Angehörigen von ausländischen Frauen aufgenommen hat und diese Frauen gegen ein hohes Entgelt entführt und an ihre Familien verkauft.“

Dem MIT geht es dabei nicht nur um Geld, führt die Sicherheitsquelle weiter aus: „Ein großer Teil der IS-Mitglieder, die nicht von den QSD in Gefangenschaft genommen wurden, befindet sich in der Türkei und in vom türkischen Staat besetzten Gebieten wie al-Bab, Dscharablus, Azaz, Efrîn, Idlib, Serêkaniyê und Girê Spî in Nordsyrien. Die Türkei entführt Frauen und bringt sie zu ihren Ehemännern, die dadurch im Krieg des türkischen Staates noch besser einsetzbar sind.“

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