Tönnies will Lohnkostenerstattung gerichtlich durchsetzen


Trotz massiver Kritik verlangt Clemens Tönnies eine Lohnkostenerstattung nach der Schließung seiner Fleischfabrik. Das Land NRW sieht dafür keinen Grund.

DER TAGESSPIEGEL

Der Fleischproduzent Clemens Tönnies.Foto: picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd

Der Fleischproduzent Clemens Tönnies will trotz heftiger Kritik nicht darauf verzichten, Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks geltend zu machen. Notfalls wolle er das auch gerichtlich durchfechten. „Darüber wird im Zweifelsfall auch Recht gesprochen werden“, sagte er dem „Westfalen-Blatt“.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geht hingegen davon aus, dass Tönnies keinen Regress für die vierwöchige Zwangspause nach massenhaften Corona-Infektionen in seinem Stammwerk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh geltend machen kann. Tönnies hielt dagegen, er wolle verhindern, dass seine Mitarbeiter und Dienstleister bei der Verteilung von Quarantänehilfen „stigmatisiert“ würden.

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