Drei Religionsvertreter im Auswärtigen Amt – ein Fast-Rabbiner, ein evangelischer Pastor und die Generalsekretärin des ZMD


Judentum, Christentum und Islam haben nun jeweils einen Vertreter im Auswärtigen Amt: Ein Fast-Rabbiner, ein evangelischer Pastor und die Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime arbeiten in dem Ministerium.

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Symbolbild Weltreligionen: Kreuz, Kippa und Koran
© Jörn Neumann (epd)

Dies teilte der Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, über Twitter mit. Nach dem Rabbiner in spe, Markus Feldhake, und dem evangelischen Pastor Peter Jörgensen kam zuletzt Nurhan Soykan als muslimische Vertreterin dazu.

Abteilung „Religion und Außenpolitik“

Sie sollen im Auswärtigen Amt ihre „lebensweltlichen Erfahrungen“ einbringen. Bereits im vergangenen Jahr gab es mit Pater Nikodemus Schnabel einen Religionsvertreter in dem Ministerium, der seit März im Benediktinerpriorat Saint-Andre de Clerlande in Ottignies-Louvain-la-Neuve, einer Universitätsstadt in der französischsprachigen Provinz Wallonisch-Brabant in Belgien, lebt.

Die Abteilung „Religion und Außenpolitik“ wurde vor zwei Jahren im Auswärtigen Amt eingerichtet. Vorläufer war ein Arbeitsstab namens „Friedensverantwortung der Religionen“, der mit einer Konferenz im Mai 2017 in die Öffentlichkeit trat. Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, Sozialdemokrat und Protestant, hielt die Eröffnungsrede.