Die Erde ist „würfelig“


Kubismus der Natur: Die Gesteine der Erde zerbrechen auffallend oft in Brocken, die im statistischen Mittel würfelig sind. Das haben Forscher jetzt im großen wie im kleinen Maßstab festgestellt. Das Interessante daran: Schon der griechische Philosoph Plato wählte den Würfel als Symbol der Erde, weil dieser eine besonders dichte Packung erlaubt. Die jetzt ermittelte Dominanz kubischer Formen liefert damit eine unerwartete Bestätigung von Platos eher philosophischer Einordnung.

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So unregelmäßig Gesteinsbrocken scheinen – im Mittel lässt sich ihre Form auf einem Würfel zurückführen. © DetWe/ iStock

Ob gewaltige Granitfelsen oder die kantigen Brocken von Gebirgsgeröll: Auf den ersten Blick gleicht kein Stein dem anderen. Verwitterung und Erosion haben das Krustengestein der Erde im Laufe der Zeit in viele immer kleinere Brocken zerlegt. Mancherorts hinterließ dieser Prozess außergewöhnliche Formationen, gleichzeitig schuf er kleinste Körnchen wie den Sand. Gemeinsam ist all diesen Gebilden, dass sie durch Brüche und Sprünge im Gestein ihren Anfang nehmen.

„Wenn man ein dreidimensionales polyedrisches Objekt nimmt und es zufällig in zwei Teile teilt, dann diese Fragmente immer weiter zerteilt, bekommt man eine Unmenge an verschiedenen polyedrischen Formen“, erklärt Gabor Domokos von der Technischen Universität Budapest.

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