Ein gewaltiger Asteroidenschwarm auf Kollisionskurs: Vor rund 800 Millionen Jahren war das Erde-Mond-System einem heftigen Bombardement ausgesetzt, geht aus Untersuchungen von Kratern auf dem Mond hervor. Wahrscheinlich handelte es sich um die Bruchstücke eines ursprünglich 100 Kilometer großen Asteroiden. Den Einschätzungen der Forscher zufolge trafen Mond und Erde damals Fragmente mit einer Gesamtmasse, die dem 30- bis 60-fachen des „Dinokiller“-Asteroiden entsprach. Der Asteroidenschauer vor 800 Millionen Jahren könnte die Erde und die Entwicklung der damals vorhandenen Lebensformen deutlich beeinflusst haben, sagen die Forscher.

Seit jeher fallen sie vom Himmel: Die Erde wurde im Lauf ihrer Geschichte immer wieder von Asteroiden unterschiedlicher Größe getroffen. Diese Einschläge haben unseren Planeten vor allem in der Frühzeit mit Substanzen angereichert, die wichtig für die Entwicklung des Lebens waren. Später war die Wirkung der kosmischen Bomben dann eher tödlich: Sie sorgten für globale Katastrophen mit Massenaussterben. Das berühmteste Beispiel ist der sogenannte Chicxulub-Einschlag, der vor etwa 66 Millionen Jahren die Kreidezeit beendete. Man geht davon aus, dass damals ein über zehn Kilometer großer Asteroid im Bereich der heutigen Halbinsel Yucatan in die Erde krachte und eine globale Katastrophe auslöste.