Evangelikale in Bremen: Schon wieder ein Missionar


Trotz Problemen mit Hassprediger Olaf Latzel: Die Bremische Evangelische Kirche baut für ihre Jugendarbeit weiterhin auf Evangelikale.

Simone Schnase | taz

Gegen ihn ermittelt die Bremer Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung: Pastor Olaf Latzel Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Dass die Bremische Evangelische Kirche (BEK) endlich ein Disziplinarverfahren gegen ihren Pastor Olaf Latzel eröffnet hat, mag manch einEr als klare Haltung gegen die evangelikalen, alttestamentarischen Gemeinden innerhalb der BEK verstehen – schließlich gehört Latzels Martini-Gemeinde ja dazu. Der Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Bremen sagt hingegen: Die BEK rede „mit gespaltener Zunge.“

Denn während die sich öffentlichkeitswirksam endgültig von ihrem frauenfeindlichen, homophoben und der Volksverhetzung verdächtigen Hassprediger distanziert, der IBKA nennt es „Imagepolitur“, wird nun eine hauptamtliche Stelle im ReferentInnenpool der BEK ausgerechnet mit einem Evangelikalen nachbesetzt. Christian Kück heißt der Mann und war bisher in der St.-Markus-Gemeinde als Diakon für Kinder und Jugendarbeit tätig.

Die Gemeinde gehört zur „Evangelischen Allianz“, dem Dachverband der Evangelikalen, die in gelebter Homosexualität eine Sünde sieht, sich gegen die Ehe für alle ausspricht und die sogenannten „Märsche für das Leben“ in Berlin organisiert mit dem Ziel des vollständigen Verbots der Abtreibung. Ihr bekanntester Bremer Vertreter: Pastor Olaf Latzel.

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