China und USA: Konsulate als Kampfzone


Zwischen Peking und Washington herrscht nach der Schließung des Generalkonsulats in Houston Höchstspannung. China sieht eine abgerissene „Brücke der Freundschaft“. Die US-Justiz klagt zwei mutmaßliche chinesische Spione an.

Christoph Giesen, Paul-Anton Krüger | Süddeutsche Zeitung

Von Zuneigung derzeit keine Spur: Ein Graffito in Berlin zeigt die Staatschefs von China und den USA, Xi und Trump. (Foto: imago images/ZUMA Wire)

Mit dramatischen Worten hat Chinas Außenministerium am Donnerstag die von den USA angeordnete Schließung des Generalkonsulats in Houston, Texas, kritisiert. „Das reißt die Brücke der Freundschaft zwischen dem chinesischen und dem US-amerikanischen Volk nieder“, sagte dessen Sprecher Wang Wenbin am Donnerstag.

Doch scheint US-Präsident Donald Trump, bislang auffallend um ein gutes Verhältnis zu Chinas Staatschef Xi Jinping bemüht, an dieser Freundschaft nicht mehr viel zu liegen. Was weiter Schließungen diplomatischer Vertretungen angehe, sei das „immer möglich“, sagte er bei einer Pressekonferenz in der Nacht zum Donnerstag. Und seine Beraterin Kellyanne Conway sekundierte, der Präsident habe ja deutlich gemacht, dass er mit China wegen der Corona-Pandemie unzufrieden sei.

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