Meister der Tarnung


Dass viele Frösche und Kröten grünlich oder bräunlich gefärbt sind, scheint wenig überraschend – diese Färbung macht sie in ihrem natürlichen Lebensraum nahezu unsichtbar. Die Mehrheit dieser Amphibien verdankt ihre Tarnung Pigmentzellen in ihrer Haut. Die darin enthaltenen Pigmente brechen einfallendes Licht auf bestimmte Weise und lassen die Haut so grün erscheinen.

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(Bild: Santiago R. Ron)

Doch für den hier gezeigten Glasfrosch der Gattung Espadarana gilt dies nicht: Seine Haut enthält kaum Pigmentzellen und ist fast transparent. Stattdessen sind seine Organe und sogar die Knochen grün gefärbt. Warum das so ist, haben Forscher der Duke University herausgefunden. Demnach enthalten die Gewebe dieser speziellen Froscharten einen sehr hohen Gehalt eines Gallenfarbstoffs namens Biliverdin, der als ein Nebenprodukt beim Aufbrechen alter roter Blutkörperchen entsteht. Dieses Pigment wird normalerweise als Toxin betrachtet, das in der Leber herausgefiltert und so schnell wie möglich ausgeschieden wird.

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