Anweisung von Papst Franz erzürnt deutsche Bischöfe – jetzt droht sogar ein Eklat


  • Der Vatikan untersagt in einem Schreiben seinen Bischöfen die Zusammenlegung mehrerer Gemeinden.
  • Doch der Priestermangel lässt vielen Bischöfen keine andere Wahl.
  • Nun formiert sich Widerstand in der katholischen Kirche gegen die Instruktionen von Papst Franziskus.

Kai Hartwig | Frankfurter Neue Presse

Der Vatikan hat mit einem Instruktions-Papier, das Papst Franziskus ausdrücklich abgesegnet hat, für Aufregung unter seinen Geistlichen gesorgt. Viele Bischöfe begegnen dem Schreiben der Kleruskongregation des Vatikans sogar mit offener Ablehnung.

Unter dem sperrigen Titel „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ wird den Bistümern vorgegeben, dass nur in begründeten Ausnahmefällen Pfarreien zusammengelegt werden sollen. Den akuten Priestermangel in der katholischen Kirche, deren Mitgliederzahl sich weiter im Sinkflug befindet, sieht der Vatikan ausdrücklich nicht als einen akzeptablen Ausnahmefall an.

In dieser Vorgabe sehen viele Katholiken eine Provokation, wenn nicht sogar einen handfesten Skandal. Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (Zdk), Thomas Sternberg, besitze das Papier eine „abenteuerliche Realitätsferne“. Es ist nicht der erste in Deutschland umstrittene Vorstoß des katholischen Kirchenoberhauptes in letzter Zeit, auch die Haltung von Papst Franziskus zum Zölibat erzürnte zuletzt.

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