Arzneimittel: Manche Zusatzstoffe sind doch biologisch aktiv

Bild von Arek Socha auf Pixabay

Von wegen inaktiv: Einige Zusatzstoffe von Medikamenten könnten unerkannte biologische Wirkungen entfalten, wie eine Studie enthüllt. Forscher identifizierten darin knapp 40 Füllstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe und andere Zusätze, die entgegen früheren Annahmen doch mit menschlichen Proteinen wechselwirken. Das bedeute zwar nicht, dass all diese Stoffe schädlich seien, sollte aber weiter untersucht werden, betonen die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“.

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In fast allem Arzneimitteln sind Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe und Füllmittel enthalten. Doch einige von ihnen sind weniger inaktiv als bislang angenommen. © BackyardProduction/ iStock

Ob Kopfschmerztablette, Hautsalbe oder Antibiotikum: Bei den meisten Arzneimittel macht der medizinische Wirkstoff nur einen geringen Teil des gesamten Präparats aus, der größte Teil sind Zusatzstoffe. Zu ihnen gehören Füllstoffe und Stabilisatoren wie Laktose und Pektin, Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Substanzen, die die Löslichkeit der Wirkstoffe im Darm regulieren.

Voraussetzung für den Einsatz solcher Zusatzstoffe ist, dass sie biologisch inaktiv sein müssen. Sie dürfen keine medizinische Wirkung entfalten und sollten im Idealfall gar nicht mit menschlichen Zellen oder Biomolekülen reagieren.

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