IS-Kämpfer: Keine Rückführungen mehr nach Deutschland


Die Rückholaktion von Deutschen, die in Syrien und im Nordirak für die Terrororganisation IS gekämpft haben, ist einem Bericht zufolge weitgehend zum Erliegen gekommen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) (AFP / TAUSEEF MUSTAFA)

Seit Ende August wurde nach offiziellen Angaben nur eine Frau mit ihren drei Kindern zurückgeholt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Die Redaktion bezieht sich dabei auf die Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Demzufolge sind allein in Nordsyrien 111 Personen, die einen Bezug zu Deutschland haben, wegen Terrorismus-Verdacht in Gefangenschaft oder in Gewahrsam. Die Grünen-Innenpolitikerin Mihalic kritisierte, das Problem werde von der Bundesregierung weiter ausgesessen. Wenn ehemalige IS-Kämpfer unkontrolliert zurückkämen, bestehe die Gefahr, dass diese hier womöglich schwerste Straftaten begehen würden.