Von der Systemrelevanz der Kirchen – Vom Normalzustand weit entfernt

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Sechs Monate hält die Corona-Krise Deutschland in Atem. Auch die katholische Kirche hat sich stark verändert. Ein Rückblick.

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Sommerloch? Es gab mal Zeiten, da plätscherten die Sommermonate ereignislos dahin. „Wie lang ist’s her / da war in diesen Wochen / in angenehmer Weise gar nichts los“ schrieb Kurt Tucholsky Ende August 1918. Damals neigte sich der Erste Weltkrieg seinem bitteren Ende zu; die Sehnsucht nach Ruhe und Ereignislosigkeit war groß.

Und der Sommer 2020? Steht ganz im Zeichen der Corona-Krise. Vor genau sechs Monaten, am 27. Januar, registrierte Deutschland die erste bestätigte Infektion. Am 9. März wurden die ersten Todesfälle im Inland gemeldet. Seitdem hat sich die Welt dramatisch verändert. Und auch wenn Deutschland bislang gut davongekommen ist, lastet die Sorge vor der zweiten Welle auf vielen Schultern. Auch in der katholischen Kirche.

Schmerzhafte Kar- und Ostertage

„Von einem Normalzustand sind wir noch weit entfernt.“ Der Kölner Dom erlebt nach den Worten von Domdechant Robert Kleine derzeit eine langsame Rückkehr zur Normalität. „Normalerweise verzeichnen wir im Dom in den Hochzeiten des Sommers oder auch der Adventszeit bis zu 25.000 Besucher am Tag. Im Moment erreichen wir 9.000, was allerdings schon eine deutliche Steigerung zu den knapp 5.000 ist, die wir Anfang Juli gezählt haben“, sagte Kleine am Samstag dem Internetportal domradio.de.

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