Gericht droht Äbtissin mit „empfindlicher Freiheitsstrafe“


Mechthild Thürmer muss mit einer „empfindlichen Freiheitsstrafe“ rechnen, weil sie Kirchenasyl gewährt hat. Sollte sie weiterhin Asylbewerber in der Abtei unterbringen, könnte ihr eine Gefängnisstrafe drohen, so das Amtsgericht Bamberg.

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Mutter Mechthild Thürmer (62), Äbtissin, muss wegen mehrerer Fälle von gewährtem Kirchenasyl „mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe“ rechnen. Das geht aus einem Schreiben des Bamberger Amtsgerichts gegen sie hervor, das der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.

Mittlerweile sind gegen die Benediktinerin zwei weitere Ermittlungsverfahren „wegen gleichartiger Taten anhängig“, wie es in dem Brief vom 27. Juli heißt. Ursprünglich sollte ein erster Prozess wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt am Freitag beginnen. Dieser Termin wurde vom Gericht aufgehoben, das alle Verfahren miteinander verbinden will.

Dem Gericht sei bekannt, dass zumindest eine Asylbewerberin „derzeit noch immer in der Abtei Maria Frieden beherbergt wird“. Die Äbtissin wird deswegen darauf hingewiesen, dass sie „im Falle einer entsprechenden dreifachen Verurteilung mit der Verhängung einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen hat“.

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