Neuer Rekord bei der Kirchensteuer: Trendwende erwartet


Die Mitglieder schwinden, doch die Steuereinnahmen bleiben hoch: Auf den ersten Blick scheinen diese Entwicklungen bei den Kirchen nicht zusammenzupassen. Experten rechnen mit einer raschen Angleichung.

DOMRADIO.DE

So viel Kirchensteuer wie nie: Diese Schlagzeile war schon Anfang Juli über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu lesen, zuletzt auch über die katholische Kirche. Trotz sinkender Mitgliederzahlen haben die Einnahmen aus der Kirchensteuer im Vorjahr mit insgesamt rund 12,7 Milliarden Euro ein Rekordhoch erreicht. Davon erhielt die katholische Kirche 6,76 Milliarden und die evangelische 5,95 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den insgesamt 12,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 ist das ein leichter Anstieg um rund 2,4 Prozent.

Gute Konjunktur in den vergangenen Jahren

Fachleute machen für den Trend vor allem die gute Konjunktur verantwortlich. Lohn- und Einkommenssteuer stiegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich an – und damit auch die Kirchensteuer. Millionen von Menschen zahlen diesen Mitgliedsbeitrag an ihre Kirchen. Und trotz hoher Austrittszahlen gehört noch etwas über die Hälfte der deutschen Bevölkerung einer der großen Kirchen an.

Allerdings rechnen beide Kirchen bereits für das laufende Jahr mit starken Einbrüchen. Hintergrund sind die Corona-Pandemie und die durch sie verursachte Wirtschaftskrise.

weiterlesen